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Meryem Natalie Akdenizli - Pianistin |
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Presse Neue
Rhein Zeitung 02/11/2011 Kraftvolles BebenDÜSSELDORF 30.10.2011 ![]() Eine Pianistin,
die auch
als Moderatorin überzeugt:
Meryem Natalie Akdenizli bei der Soirée im Hotel
Intercontinental.
Foto:
M. Völker
Autor: Michael-Georg Müller Im Herbst und Winter ist Hausmusik hoch im Kurs. Auf diese Tradition besinnt sich das Hotel Intercontinental. Zusammen mit der Rubinstein-Akademie - einer privaten Talentschmiede auf der Blumenstraße, gegründet vom Geiger Michael Blatow - organisiert das Hotel auf der Bankenseite der Königsallee eine kleine Konzertreihe. Junge Pianisten, die erste Stufen ihrer Karriereleiter erklommen haben, treten dort auf. So Meryem Natalie Akdenizli, die jetzt die Reihe „Klassische Soiree auf der Kö“ eröffnete. Der Preis 29 Euro schließt einen Empfang vor dem Konzert mit Sekt, diversen Getränken und Canapés ein. Volles RisikoIn einem kleinen Konferenzraum, in dem 50 bis 100 Zuschauer Platz nehmen können, trat die aparte Musikerin an den roten Steinway-Flügel. Sie leitete mit anspruchsvollen, aber bekannten Werken ihr Publikum quer durch musikalische Epochen und Stile. Der Clou: Die in Stuttgart geborene Pianistin – Vater Türke, Mutter Deutsche – führte selbst in Bach, Beethoven, Debussy und Liszt ein.Sie spielt einzelne Akkorde und spricht die pochenden Themen, die Beethoven in seiner Appassionata-Sonate verarbeitete, an. Mit einfachen Worten, die jeder Musiklaie versteht, erklärt sie, dass diese F-Moll-Sonate fast alle Pianisten des 19. Jahrhunderts beeinflusste. Angereichert wird das ganze mit Anekdoten und Akdenizlis entwaffnendem Charme. Eine nahezu ideale Moderatorin, die dann schnell zur Konzentration findet und mit viel Emotion und pianistischem Können Beethovens Epochenwerk präsentiert. Bebendes, kraftvolles Forte und zupackende Dynamik dominieren – so rückt sie Beethoven in die Nähe der romantischen Musik. Dabei greift Meryem Nathalie mit Elan in die Tasten, geht auf volles Risiko, macht aber wenig Fehler. gerät sie kurz ins Schwimmen, überspielt sie es glänzend. Ebenso in der kniffligen F-Moll-Etüde von Liszt und in den zwei Préludes von Debussy. In dem Prélude „Das Mädchen mit dem Flachs-Haaren“ betört sie durch zarte Intonation und verträumten Sound. Dass sie auch im Barock zu Hause ist, demonstrierte sie zu Anfang in der Chromatischen Fantasie d-Moll. Viel Applaus und eine Zugabe von Liszt, dessen 200. Geburtstag vor zehn Tagen gefeiert wurde. Quelle: Neue Rhein Zeitung 02.11.2011 | E-Paper | Print version | xity-Foto: M. Völker |
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